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Down-Syndrom: Sarah Palin vergleicht Island mit Nazi-Deutschland

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Down-Syndrom: Sarah Palin vergleicht Island mit Nazi-Deutschland

Themenfoto. Photo: Páll Stefánsson.

Sarah Palin, frühere Gouverneurin von Alaska, kritisierte Island gestern Abend beim Fernsehsender Fox scharf und verglich das Land mit Nazi-Deutschland, berichtet visir.is heute früh. Sarah Palin war Teilnehmerin einer Diskussion über einen Beitrag des Senders CBS News über den Umgang mit dem Downsyndrom in Island, der ebenfalls gestern Abend ausgestrahlt wurde.

So gut wie keine Kinder mit Downsyndrom werden heute mehr in Island geboren: Seit Anfang der 2000er Jahre im Land Screening-Tests während der Schwangerschaft eingeführt wurden, lassen nahezu alle Schwangeren, deren Embryo positiv auf das Downsyndrom getestet wurde, ihr Kind abtreiben.

Sarah Palin, die selbst einen neunjährigen Sohn mit der Chromosomen-Anomalie hat, sagte, sie habe den gesamten CBS-Beitrag nicht ansehen können, da er sie zu traurig gestimmt habe. „Diese Gleichgültigkeit gegenüber Menschen, die anders sind, ist falsch und böse“, erklärte sie.

Sarah Palin war der Ansicht, die Art und Weise, in der die Isländer das Leben einzelner Individuen „aussonderten“ [indem sie abgetrieben werden], um die perfekte Rasse aufzubauen, sei so, wie die Praxis Deutschlands zur Zeit des Nationalsozialismus. So etwas sei abscheulich, unterstrich Sarah Palin.

Anmerkung: Auch in Deutschland und den USA ist es heute legal, Kinder mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) abtreiben zu lassen. Neun von zehn Frauen tun dies laut Schätzungen von Der Spiegel in Deutschland auch tatsächlich. In den USA sehen die Zahlen nahezu identisch aus.

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