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Raben in Island sind gefährdet

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Raben in Island sind gefährdet

Photo: Dagmar Trodler

In Island werden zuviele Raben abgeschossen. Etwa 3000 der schwarzen Vögel holen Jäger alljährlich mit der Flinte vom Himmel, viel zu viele nach Einschätzung des isländischen Naturkundeinstitutes. Das Institut will dem Umweltministerium daher vorschlagen, die Jagd zu begrenzen, damit der Rabe nicht aus der Landschaft verschwindet, berichtet RÚV.

Raben sind in Island als Landschaftsschädlinge ganzjährige Jagdbeute. Kristinn Haukur Skarphéðinsson, ein Vogelexperte beim Naturkundeinstitut, sagt, vor allem Eiderbauern jagten die Raben, weil sie die Nester der Eiderenten plündern. Die meisten Raben würden jedoch um die Mülldeponien herum geschossen.

Die letzte Zählung der schwarzen Vögel war in den neunziger Jahren durchgeführt worden, damals hatte man 13.000 Exemplare gezählt. Kristinn sagt, die Lage der Raben habe sich seitdem verschlechtert.

Seiner Ansicht nach ist der Rabenbestand in Gefahr. “Wenn das so weiter geht wie bisher, wird es in einigen Jahrzehnten kaum noch Raben hier geben,” sagte der Ornithologe. “Der Rabe steht auf der Liste der gefährdeten Vögel und bleibt dort auch.”

Nicht zum ersten Mal kommt nun die Aufforderung an die Regierung, etwas für den Schutz des Raben zu tun.

“Das ist schon oft vorgeschlagen worden, zuletzt vor zwei Jahren. Damals wollte man den Raben und andere Vögel, darunter Raubmöwen und andere Seevögel, unter Naturschutz stellen, damit sie nicht mehr gejagt werden."

Ende des Monats soll dieser Vorschlag nun erneut dem Umweltministerium vorgelegt werden.

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