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Hubschrauber im Dauereinsatz im nassen Osten

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Hubschrauber im Dauereinsatz im nassen Osten

Sheep rescued after flooding in East Iceland

Photo: Slysavarnafélagið Landsbjörg

Gestern mussten 120 Personen per Hubschrauber aus dem Südosten des Landes transportiert werden, nachdem die Ringstrasse durch Überschwemmungsschäden gesperrt worden war. Die meisten der Hubschraubergäste waren ausländische Touristen, die in Mýrar und im Súðursveit unterwegs gewesen waren.

Und es regnet weiter im Südosten. Niemand kann sagen, welche Auswirkungen dies vor allem auf das Weideland hat, zumal das Grundwassersystem erschöpft sei. Die Bauern befürchten nun, dass es mit sinkenden Temperaturen auf den überschwemmten Wiesen gefriert, was das Wurzelreich nachhaltig schädigen würde.

Die Brücke über die Steinavötn ist so schwer beschädigt, das dort eine neue Brücke gebaut werden muss. Eine Behelfsbrücke soll so schnell wie möglich über den Fluss geschlagen werden, sobald die Verhältnisse dies zulassen. Auf der Webseite der Strassenverwaltung heisst es, dass man mit einer Woche Bauzeit für die Notbrücke rechne, wenn das Wetter mitspielt. Solange ist der Osten weiterhin abgeschnitten.

Wie Friðrík Jónas Friðríksson in einem Gespräch mit mbl.is heute morgen sagte, dränge die Fremdenverkehrsbranche darauf, das Wegenetz in Ordnung zu bringen. Höfn im Hornafjörður ist ein wichtiger Ort für alle Inselrundfahrten, im Ort befinden sich 20 Hotels. Derzeit ist das Städtchen von der Aussenwelt abgetrennt.

Ansonsten zeigt sich wieder einmal, wie gut das Katastrophenschutznetz in Island funktioniert. Die beiden Rettungshubschrauber der Küstenwache sind abwechselnd im Einsatz, wie RÚV berichtet, gestern wurde eine Hebamme in den Hornafjörður geflogen, Polizisten und Spezialisten wurden transportiert, ausserdem sind Einwohner mit Medikamenten und Nahrungsmitteln aus der Luft versorgt worden. Mitglieder der regionalen Rettungseinheiten sind allerorten unterwegs, um Bewohnern zu helfen oder Vieh von überschwemmtem Weideland zu holen.

Noch kann man an den Schäden nicht arbeiten, doch wird Baumaterial und schweres Gerät schon mal in den Osten transportiert, damit die Arbeiten beginnen können, sobald das Wetter es zulässt.

Im Hamarsfjörður war gestern eine Schlammlawine den Berg heruntergegangen und hatte Weideland verschlungen, auf dem sich Schafe befanden. Dutzende von Schafen waren unter der Lawine verendet, das örtliche Rettungsteam half, die überlebenden Tiere aus dem Schlamm zu ziehen.

Bildmaterial von der Katastrophe findet man hier.

Die Strassenverwaltung weist darauf hin, dass die starken Regenfälle auch den Pisten im Hochland schwer zugesetzt haben. Überall muss mit Unterspülungen, abgebrochenen Wegkanten und Schlamm gerechnet werden. Die Piste nach Laki und Þakgil ist unbefahrbar.

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