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Möglicher Gletscherlauf in der Jökulsá á Fjöllum

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Möglicher Gletscherlauf in der Jökulsá á Fjöllum

Die Jökulsá á Fjöllum fliesst vom Vatnajökull in Richtung Nordosten. Photo: Screenshot/RÚV

Die Konduktivität in der Jökulsá á Fjöllum ist zur Zeit sehr hoch. Einer Geologin des isländischen Erdbebenüberwachungszentrum zufolge ist es denkbar dass sich gerade ein Gletscherlauf in dem Fluss ereignet.

Vulkanische Unruhe ist derzeit nicht zu verzeichnen, doch könne man auch nichts ausschliessen, berichtet RÚV.

In einer Bekanntmachung des Zentrums heisst es, dass Mitarbeiter den Sensor an der Station Upptyppingar repariert und das Wasser per Hand gemessen hätten, um die Werte mit dem Sensor zu vergleichen.

Sie bemerkten dass die Jökulsá für die Jahreszeit eine ungewöhnlich braunrote Farbe aufwies und konnten auch einen Schwefelgeruch feststellen.. Die Messung der Konduktivität ergab eine zweifache Erhöhung des für die Jahreszeit normalen Wertes.

Es könne sich um einen Gletscherlauf handeln, doch sei man nicht sicher, was da gerade passiere, sagte Sigurdís Björg Jónasdóttir, eine Katastrophenschutzexpertin beim isländischen Wetterdienst.

Magmabewegungen habe man nicht feststellen können. “Es ist in den vergangenen zwei Tagen keine seismische Unruhe und kein ungewöhnliche Erdbebenaktivität in der Bárðarbunga gemessen worden. Natürlich hat es in der jüngsten Vergangenheit eine starke Erdbebenaktivität in der Bárðarbunga gegeben. Da gibt es derzeit aber keinerlei Zusammenhänge.”

Es sei durchaus möglich, dass die Beobachtungen am Fluss auf eine Eisschmelze in den Schmelzkratern etwa im Dyngjujökull oder in der Bárðarbunga zurückzuführen sei. “Wir können nicht ausschliessen, dass das Wasser aus der Bárðarbunga oder aus den Schmelzkratern. Aber eigentlich wissen wir erst, woher das Wasser stammt, wenn wir hingehen und uns die Sache näher anschauen,” erklärt Sigurdís.

Morgen wollen Experten das Gebiet überfliegen, wenn die Wetterbedingungen es zulassen.

Alle, die in der Region unterwegs sind, werden angehalten, sich im oberen Teil des Flusses in Acht zu nehmen, da dort giftiges Gas ausströmen kann.

Die Entwicklung wird vom Erdbebendienst Tag und Nacht engmaschig überwacht, Wissenschaftler und auch der Zivilschutz halten sich bereit.

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