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Vier Vorschläge zu Nationalparks in Island

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Vier Vorschläge zu Nationalparks in Island

Central Highlands Proposed National Park

Photo: Ministry for the Environment and Natural Resources Iceland.

Ein Ausschuss, der die Durchführbarkeit eines Nationalparks im zentralen isländischen Hochland untersucht hat, konnte seine Ergebnisse nun dem Umweltministerium vorlegen, berichtet RÚV. Die erstellte Studie bietet einen detaillierten Überblick über die Natur der Region, über bestehende Schutzzonen, Nutzung und Infrastruktur, sowie vier Szenarien zu möglichen Nationalparks im Hochland. Das zentrale Hochland in Island ist weitgehend unbewohnbar und gehört zu den grössten Regionen in Europa, die dauerhaft unbewohnt sind.

Die Studie soll als Diskussionsgrundlage dienen und bei allen Entscheidungen rund um den Schutz des Hochlandes helfen. Vier Vorschläge zu möglichen Nationalparks der Zukunft werden vorgelegt.

Im ersten Szenario geht es um einen Nationalpark, der 85 Prozent des zentralen Hochlands umfasst, das sind etwa 40 Prozent des gesamten Landes. Der Park würde in sieben Bereiche unterteilt, wobei die Verwaltung des Parkes ähnlich wie beim Nationalpark Vatnajökull in dezentralisierten Regionalabteilungen angelegt wäre. Lediglich politische und organisatorische Fragen, sowie Lizenzerteilungen und Verwaltungsfragen würden durch eine übergeordnete Verwaltung getragen. Diesem Vorschlag nach wäre es möglich, einen weitgehenden Erhalt der Region mit einem Tourismusmanagement unter einen Hut zu bringen. Platz für zusätzliche Kraftwerke ist in dem Vorschlag nicht vorgesehen.

Im zweiten Szenario werden vier Nationalparks entworfen, die den Regionen folgen, welche derzeit ohnehin unter Schutz stehen, dazu die in den Regionen liegenden Gletscher und umliegenden Gegenden. Jeder Park würde von der Regionalverwaltung betreut, zu deren Gebiet der Park gehört, bzw wo er angrenzt. Dieser Vorschlag würde den Schutz der Gletscher verstärken, aber eher wenig Auswirkung auf andere Regionen haben. Eine dezentralisierte Verwaltung könnte möglicherweise Unvereinbarkeiten im Besucherservice zwischen den verschiedenene Parks schaffen. Kraftwerke und Stomleitungen würden weiterhin den Richtlinien vom nationalen Stromversorger Landsnet folgen.

Im dritten Szenario werden sechs Nationalparks vorgeschlagen, von denen jeder durch einen regionalen Rat verwaltet wird, ohne übergeordnete Behörde. Derzeit unter Schutz befindliche Regionen würden als Herz eines jeden Parks fungieren, obwohl das sie umfassende Gebiet sich ändern kann. Man geht davon aus, dass dieser Vorschlag vor ähnlichen Problemen stehen könnte wie der zweite Vorschlag.

Das vierte Szenario schliesslich würde den derzeitigen Status Quo repräsentieren. Es sieht keine Vorkehrungen für einen umfassenden Schutz des zentralen Hochlands vor, was Natur, Flora, Fauna und geologische Formationen angeht. Die Studie mahnt eine Stärkung all jeder Institutionen an, die rechtlich für das zentrale Hochland verantwortlich sind, um die Ziele zur Erhaltung der Region zu erreichen.

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