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Bárðarbunga bebte zweimal

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Bárðarbunga bebte zweimal

Einer der Schmelzkrater der Bárðarbunga. Photo: Ómar Ragnarson / Screenshot RÚV

Zwei Erdbeben jeweils der Stärke 3,9 haben den Vulkan Bárðarbunga kurz nach Mittag erschüttert, berichtet RÚV. Das eine Beben ereignete sich um kurz vor 2 Uhr, etwa acht Kilometer nordöstlich des Vulkans, das zweite folgte nur zwei Minuten später 6,1 Kilometer nordöstlich des Vulkans.

Gestern hatte der Vulkanologe Björn Oddson gegenüber RÚV angemerkt, dass sich derzeit viel an dem mächtigen Vulkan im Landesinneren tut. Die Erdbebentätigkeit dort nimmt zu, auch in den Schmelzkratern steigt die Erdwärme an. Es könne durchaus sein, dass der Vulkan sich wieder bemerkbar mache.

Nachbeben wurden heute keine gemessen, es gibt auch keine Hinweise auf vulkanische Aktität. Die Erdbebenkarte finden Sie hier.

Die Bárðarbunga ist zuletzt im Jahr 2014/15 ausgebrochen. Damals war Magma durch einen unterirdischen Kanal geflossen und etwa 50 Kilometer nördlich des Vulkans in einem 200 Jahre alten Lavafeld durch eine Erdspalte an die Oberfläche gesprudelt. Der Ausbruch hatte ein halbes Jahr angedauert, die Lava hatte sich auf einer riesigen Fläche verteilt. Aus der Ausbruchsstelle waren giftige Schwefeldioxidgase entwichen, die über Monate hinweg eine ähnlich starke Luftverschmutzung in Island verursachten wie der gesamte Strassenverkehr in Europa.

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