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Mehr als 400 Schafe noch in verschneiten Bergen unterwegs

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Mehr als 400 Schafe noch in verschneiten Bergen unterwegs

Photo: Dagmar Trodler

In den vergangen Tagen hatten isländische Medien darüber berichtet, wieviele Schafe in den Bergen Ostislands immer noch frei herumlaufen und den Viehtrieben des vergangenen Herbstes offenbar entkommen waren.

Mehr als 400 Tiere sind in den tiefverschneiten Bergen unterwegs, viele von ihnen unterernährt, manche sassen in Schneewehen fest, doch erweist es sich als schwierig, sie in die Täler zu treiben. Mitglieder der Rettunsgteams hatten sich Ende der Woche zusammen mit Vertretern der Veterinäraufsichtsbehörde auf den Weg gemacht, aber nur einen kleinen Teil der Tiere holen können.

Wie Sigurður Baldursson, der Bergkönig der Region Reyðarfjörður RÚV gegenüber angab, gibt es mehrere Gründe dafür, dass soviele Schafe nicht geholt werden konnten. Nebel und schlechtes Wetter, aber auch schlecht organisierte oder zu alte Bauern. Auch die Aufgabe von Höfen spielt eine Rolle, weil damit eine ganze Familie für den zeitaufwendigen Schafabtrieb wegfällt und wertvolles Erfahrungsgut verloren geht. Der Bergkönig hat die gesetzliche Pflicht, dafür zu sorgen, dass das Vieh im Herbst vom Berg geholt und in die Hände der Besitzer übergeben wird. Sigurður glaubt, dass es da vielerorts nicht genügend Kontrolle gibt.

Gestern hat das Küstenwachschiff Týr nun vier erfahrene Schaftreiber und vier Treibehunde über den Seeweg in den Loðmundarfjörður gebracht, wo sich ebenfalls noch Schafe in den Bergen befindet. Wie die Küstenwache angibt, sind viele dieser Schafe den ganzen Winter und möglicherweise noch viel länger dort gewesen.

Der Loðmundarfjörður, nördlich vom Fjord Seyðisfjörður gelegen, ist nicht mehr dauerhaft bewohnt, Bauern gibt es dort keine mehr.

Die Schaftreiber wurden per Motorboot dort an Land gesetzt und wollen auf Treiber aus Egilsstaðir treffen, die mit Motorschlitten unterwegs sind, gemeinsam sollen die etwa 50 freilaufenden Schafe über den Berg in den Seyðisfjord getrieben werden.

Die Týr befindet sich zur Zeit in der Region, um den Loddefang zu überwachen.

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