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Mehr Unterstützung für Einwanderinnen durch Reykjavíker Behörden

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Mehr Unterstützung für Einwanderinnen durch Reykjavíker Behörden

October 24, 2016.

Photo: Páll Stefánsson.

Die Stadt Reykjavík hat Pläne auf die Tagesordnung gesetzt, die Dienstleistungen für weibliche Einwanderer, Asylbewerber uund Flüchtlinge zu verbessern, berichtet das Magazin Kjarninn. Die Stadt will unter anderen eine besondere Ausbildungsinitiative starten, ausserdem will sie dafür sorgen, dass das Reykjavíker Sozialamt ausländischen Eltern bessere Unterstützung gewährt und ganz besonders bei der Arbeitssuche im Land behilflich ist.

“Wir wollen die Dienstleistungen kultureller Mediatoren verbessern, deren Aufgabe es ist, eine Verbindung zwischen der isländischen Gesellschaft und ausländischen Frauen zu schaffen, indem sie Verständnis und Toleranz zwischen den verschiedenen Kulturen stärken. Wir wollen auch Wege finden, wie das Sprachtraining am Arbeitsplatz gesichert werden kann.” erklärt Regína Ásvaldsdóttir, die Leiterin des Sozialamtes.

Regína hatte gestern in einem Interview mit Kjarninn Rede und Antwort gestanden. In der vergangenen Woche waren aus der #metoo Bewegung heraus Berichte von in Island lebenden ausländischen Frauen zu Diskriminierung, und sexueller Belästigung bei Kjarninn veröffentlicht worden. Frauen hatten Zeugnis darüber abgelegt, wie sie gegen Probleme des Systems anzukämpfen hätten, ohne ihren Schwierigkeiten entkommen zu können.

Wie den Berichten zu entnehmen war, erschweren vor allem der Mangel an Gelegenheit, isländisch zu lernen, sowie ein Mengel an sozialem Netzwerk die Lebensbedingungen der Frauen. Mangelnder Informationsfluss vom Staat und die Tatsache, dass Arbeitgeber ausländische Frauen oft als Bürger zweiter Klasse behandeln, sorgen für Frust und soziale Isolation.

Regína ist der Ansicht, dass alle Aktionspläne zu Schikane und Gewalt am Arbeitsplatz übersetzt werden müssten.

“Das Büro für Menschenrechte in Reykjavík hat eine Menge Material veröffentlicht, welches an die Einwanderer vergeben wird, die vom Sozialamt betreut werden. Dazu gehören unter anderem Infomationsschriften zu häuslicher Gewalt und Verständigung mit Kindern.”

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