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Erdbeben der Stärke 5,2 bei Grímsey

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Erdbeben der Stärke 5,2 bei Grímsey

Grimsey earthquake swarm

Photo: Icelandic Met Office.

Heute Morgen gegen halb sechs hat sich in der Nähe der Insel Grímsey ein Erdbeben der Stärke 5,2 ereignet, berichtet RÚV. In der vergangenen Nacht und am frühen Morgen hatte es dort mindestens sechs Beben über der Stärke 3 gegeben. Die Beben ereigneten sich etwa 10-12 Kilometer nordöstlich der Insel und konnten von Bewohnern der Insel und auch auf dem Festland wahrgenommen werden. Seit dem 14. Februar sind in der Region etwa 2000 Beben aufgezeichnet worden.

Gegen Mittag hat die isländische Polizei zusammen mit dem Zivilschutz die Ungewissheitsstufe für die Region ausgerufen. Die Ungewissheitsstufe bereitet organisatorisch den Boden für eine engere Zusammenarbeit aller an einem Katastrophenfall beteiligten Instanzen, erleichtert Kontrolle und beschleunigt den Informationsfluss. Der Zivilschutz hat sich auch mit den Bewohnern der Insel in Verbindung gesetzt und begleitet Vorkehrungsmassnahmen.

In dem Zusammenhang hat der Zivilschutz alle in Erdbebengebieten ansässigen Bürger aufgefordert, grundsätzliche Vorkehrungen für den Fall eines schweren Bebens zu treffen. Hier gibts mehr zu den Verhaltensmassregeln bei Erdbeben zu lesen.

Benedikt Ófeigsson, Geophysiker beim isländischen Erdbeben Überwachungsdienst des Wetteramtes, weist darauf hin, dass diese Bebenserie nicht die erste in der Region sei, auch wenn es in dieser Stärke zuletzt vor etwa 30 Jahren, im Jahr 1988 aufgetreten sei.

“Eine Menge Spannung hat sich dort angesammelt, weil es so lange her ist, dass sich dort ein grosses Erdbeben ereignet hat. Die Leute hatten sich schon gedacht, dass da ein grosses Beben unterwegs sein könnte,” sagte Benedikt RÚV gegenüber.

Auch wenn der Ursprung der Beben an der Verwerfungslinie der Kontinentalplatten liegt, und damit in einem vulkanischen Gebiet, gebe es keine Hinweise auf vulkanische Aktivität. Benedikt vergleicht das Gebiet mit der Halbinsel Reykjanes in Süwestdisland, wo sich Zonen von seismischer und vulkanischer Aktivität überlappen und es schwierig ist, die Herkunft der Aktivität zu bestimmen.

Benedikt versichert dass die Region engmaschig überwacht wird, da bekannt sei, dass sich dort Beben der Stärke 6 und mehr ereignen können.

“Das sind dann vergleichbare Beben zu denen, die in Südislanmd vorkommen. Wir können das nicht ausschliessen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird diese Serie vorübergehen, so ist das meistens. Aber so eine Erdbebenserie kann eben auch ein starkes Beben der Stärke 6 triggern.”

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