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Über 400 Ärzte unterstützen Beschneidungsverbot

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Über 400 Ärzte unterstützen Beschneidungsverbot

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Photo: Geir Ólafsson.

Über 400 isländische Mediziner haben eine Erklärung unterzeichnet, mit der sie eine Gesetzesvorlage zum Verbot der Beschneidung von Juungen unterstützen, berichtet RÚV.

Die umstrittene Vorlage liegt derzeit im Parlament zur Debatte vor. Sie sieht eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Jahren für jeden vor, der aus nichtmedizinischen Gründen eine Beschneidung bei einem Kind vornimmt.

In der Erklärung beziehen sich die Ärzte auf einen Forschungsartikel aus dem Jahr 2013, in welchem festgestellt worden war, dass die Beschneidung von männlichen Kindern in westlichen Ländern keine gesundheitlichen Vorteile hat oder vorbeugend wirkt, dass sie Schmerzen verursacht und sogar Langzeitkomplikationen nach sich ziehen kann.

Die Ärzte argumentieren ausserdem, dass der Eingriff gegen die UN Kinderrechtskonvention und den Hippokratischen Eid verstosse. Letzterer fordert von einem Arzt “primum non nocere”, vor allem niemandem zu schaden.

Religiöse Führer in Island und auch im Ausland haben sich gegen den Gesetzesvorschlag ausgesprochen, darunter auch die Bischöfin der isländischen Staatskirche, Agnes M. Sigurðardóttir.

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