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Spenden an Rettungsteams statt Trinkgeld

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Spenden an Rettungsteams statt Trinkgeld

Search and rescue cross river.

Photo: Þór Þorsteinsson/Facebook.

Die Angestellten von Hotel Rangá in Südisland haben den regionalen Rettungsteams der Björgunarsveit einen Scheck über zwei Millionen ISK als Spende überreicht. Das Geld war anstelle des üblichen Trinkgeldes gesammelt worden, berichtet das Bændablaðið.

“Wir hatten das im Hotel vor zwei Jahren beschlossen, dass wir kein Trinkgeld mehr annehmen. Wir sagen unseren Gästen vielmehr, dass wir wissen, dass viele sehr gerne einen Betrag für guten Service geben möchten. Wir bieten ihnen an, Geld zu geben, welches dann an die Rettungsteams in der Region weitergeleitet wird. Das hat sehr positives Echo unter unseren Gästen hervorgerufen, und so konnten wir unseren Teams nun zwei Millionen Kronen überreichen,” erklärt Hotelchef Friðrik Pálsson.

In früheren Zeiten war es in Island unüblich gewesen, Trinkgeld zu geben, doch durch den wachsenden Tourismus ist die Sitte heutzutage genauso verbreitet wie in anderen Ländern.

Jeweils eine Million Kronen sind an die Rettungsteams in Hella und Hvolsvöllur gegangen.

Die isländische Rettungsorganisation Landsbjörg besteht aus Freiwilligen, die für ihre Einsätze vom Arbeitgeber freigestellt werden. Rettungseinsätze sind häufig mit einem hohen persönlichen und technischen Aufwand verbunden, Gebühren werden dafür jedoch nicht verlangt. Landsbjörg finanziert sich ausschliesslich über Spendengelder und den Verkauf von Feuerwerkskörpern kurz vor Jahresende.

Gegründet worden war die Organisation vor etwa 90 Jahren, nachdem der Kutter Jón Forseti RE 108 vor der Küste von Sandgerði sank und von den 35 Mann Besatzung nur zehn gerettet werden konnten. Das einzige verfügbare Rettungsgerät damals war eine Leinenbrücke, die vom sinkenden Schiff an Land gebracht wurde, und an der sich die ersten zehn der Schiffbrüchigen durch die tosende See zur Küste hangeln konnten. Wie das Magazin Landinn berichtet, zerriss die Leine nach diesem geglückten Versuch, und die 15 verbliebenen Schiffbrüchigen ertranken.

Kurz nach dem Unfall wurden die ersten Rettungsteams, Sigurvon in Sandgerði und Þorbjörn in Grindavík, gegründet.

Auch die Mütterhilfe in Reykjavík, ein Hilfswerk für alleinstehende Mütter, stammt aus dieser Zeit, sie wurde damals ins Leben gerufen, um den 15 nach dem Unfall vaterlosen Familien unter die Arme zu greifen.

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