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Neue Bewegung gegen "Toxische Männlichkeit"

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Neue Bewegung gegen "Toxische Männlichkeit"

Photo: Páll Stefánsson

In der vergangenen Woche haben isländische Männer sich unter dem hashtag #karlmennskan zum Konzept der toxischen Maskulinität zu Wort gemeldet, berichtet RÚV.

In den sozialen Medien teilten sie Erfahrungen über schmerzhafte Aspekte der Männlichkeit, wie etwa das Mobben wegen “mädchenhafter” Hobbies oder dass sie ihre Gefühle verbergen müssten.

Bjarni Snæbjörnsson ist einer der Männer, die ihre persönlichen Geschichten unter dem Hashtag öffentlich geteilt haben. “Ich bin in einer kleinen Stadt auf dem Land aufgewachsen und habe früh entdeckt, dass ich homosexuell bin, ein weicher Junge und sehr emotional. Und man machte sich über mich lustig, ich wurde gemobbt, bis ich es schliesslich verbarg. Es führte dazu dass ich den Mut verlor, ich selbst zu sein.” schrieb er.

Þorsteinn V. Einarsson hat die neue Bewegung mit aufgebaut. Er sagt, die meisten Teilnehmer kämen mit Geschichten darüber, wie sehr die vorgefasste Auffassung von Männlichkeit sie daran gehindert hat, Gefühle auszudrücken, oder Dinge zu tun, die sie sich wünschten.

Sveinn Arnarsson schrieb auf Twitter: “Nach einem Abort bin ich oft alleiine mit dem Auto gefahren, nur zum zu weinen. Ich muss manchmal die Trauer einfach Bahn brechen lassen. Ich konnte niemanden erlauben, mich zu zu sehen, wegen dieser #Männlichkeit.”

Andere Twitter-Beiträge sind etwas leichter gefasst. “Ich finde Baileys unglaublich lecker. Aber ich bestell das nie in der Bar, wegen #Männlichkeit,” twitterte Haukur Viðar Alfreðsson.

Die Frauen zeigten ihre Unterstützung. Nanna Árnardóttir twitterte: “Für alle Männer, die hier posten, ich lobe euch, es kann nicht einfach für euch sein. Wir unterstützen euch, wir hören zu.”

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