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In Lebensgefahr auf der Eislagune für ein Selfie

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In Lebensgefahr auf der Eislagune für ein Selfie

Jökulsárlón tourist walks on ice

Photo: A screenshot from RÚV.

Am vergangenen Freitag gab es an der Gletscherlagune Jökulsárlón einmal mehr einen Touristen zu sehen, der sich selbst in Lebensgefahr brachte. Ein amerikanischer Urlauber wurde dabei beobachtet, wie er über die schwimmenden Eisschollen wanderte und dabei offenbar “Selfies” schoss, berichtet RÚV.

Reiseleiter Páll Jónsson entdeckte den Mann und drehte ein Video von dem Spaziergang auf dem Eis. “Der hat richtig Glück gehabt,” sagte Páll. “Wenn er zwischen die Eisschollen gefallen wäre, hätte man nichts machen können. Dann wäre es aus gewesen.”

Páll erzählt, dass der Mann einen weiten Weg bis in die Mitte der Eislagune zurückgelegt hatte. “Er hatte einen Selfiestick und machte Fotos von sich selber. Das war schrecklich zu sehen, wie sich das Eis so schnell bewegte. Wenn er da reingefallen wäre, hätte er von Eisschollen zerquetscht werden können und wäre nicht wieder hochgekommen. Es wäre hoffnungslos gewesen, ihm da rauszuhelfen.”

Páll sagt, er habe mit dem Touristen gesprochen, nachdem der zum Ufer zurückgekehrt sei, wo seine Freundin auf ihn wartete.

“Ich wollte mich nicht mit ihm streiten, aber ich konnte mich nicht zurückhalten, ihm zu sagen, dass das nicht besondern clever gewesen war und dass er verdammtes Glück gehabt hat.”

An der Gletscherlagune stehen Warnschilder, nach denen es ganz klar verboten ist, auf das Eis hinaus zu laufen. Der Tourist behauptete, er sei Kanadier und Experte für Eisberge. “Ich sagte ihm, das könne ja gut sein, aber er sei auch ein Mensch. Es wäre egal, was er sei, wenn er ins Wasser gefallen sei. Das Ergebnis wäre das gleiche. Er sagte, er sei es aus den USA gewöhnt [auf dem Eis zu laufen], wo er herstamme.”

Zuschauer am Ufer applaudierten, als der Mann das Ufer erreichte. “Ich habe schon Leute zwischen Eisschollen herumspringen sehen, aber nicht so leichtsinnig.” sagt Páll. “Ich dachte wirklich, ich müsse ihm beim Sterben zusehen. Zum Glück ist das nicht passiert.”

Páll rief die Polizei an und berichtete von dem Vorfall, doch der Tourist verliess den Ort gleich nach dem Gespräch.

Ein Video seiner Heldentat fiindet man im Nachrichtenlink.

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