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Hebammen legen Arbeit nieder

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Hebammen legen Arbeit nieder

Midwives Protest

Photo: Mæður & feður standa með Ljósmæðrum!/Facebook.

Heute legen 95 Hebammen in ganz Island ihre Arbeit nieder. Sie wollen die Arbeit erst wieder aufnehmen, wenn die Verträge mit der isländischen Krankenversicherung unterzeichnet sind, berichtet RÚV.

Sie hatten seit Februar als selbstständige Hausgeburtshebammen ohne Tarifvertrag gearbeitet und pro Stunde etwa 4.400 ISK (35 EUR) erhalten.

Ellen Bára Valgerðardóttir ist Hebamme im Universitätskrankenhaus, und betreut auch Hausgeburten. Sie gehört zu den Frauen, die heute ihre Arebit niederlegen und hofft, dass die verbleibenden 30 Hebammen aus dem Hausgeburtenbereich ihrem Beispiel folgen.

Ellens Ansicht zufolge wird diese Entscheidung frischgebackene Eltern zuhause am härtesten treffen, die für Nachsorge und Stillprobleme nun ins Krankehaus gehen müssen, und damit die Belastung der Hebammen am Krankenhaus weiter verstärken. Wöchnerinnen und auch Frühgeburten müssten zudem länger stationär bleiben als vorher.

Die Hausgeburtshebammen hatten mit der isländischen Krankenversicherung vor Ostern verhandelt, der Tarifvertrag war unmittelbar danach an das Gesundheitsministerium geschickt worden. Dort liege er, so Ellen, immer noch, und nicht unterschrieben, daher griffen die Hebammen zu dieser Massnahme.

Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir sagte der Tageszeitung Morgunblaðið heute gegenüber, die Massnahmen der Hebammen kämen für sie überraschend. Sie habe keine Vorwarnung erhalten und von der geplanten Arbeitsniederlegung gestern durch die Medien erfahren. Von den Hebammen habe sie selbst nichts gehört.

Dass der nicht unterschriebenen Tarifvertrag solange auf ihrem Schreibtisch gelegen habe, erklärte Svandís damit, dass bestimmte Punkte zunächst dem Landspítali und dem Viertelkrankenhaus in Akureyri vorgelegt werden müssten, bevor der Vorgang abgeschlossen werden könne. Die Angelegenheit werde heute im Ministerium besprochen.

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