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Steuerhinterziehung im Tourismus schwer zu ahnden

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Steuerhinterziehung im Tourismus schwer zu ahnden

Tourists in snow.

Photo: Páll Stefánsson.

Die isländische Steuerfahndung prüft derzeit in Kooperation mit ausländischen Steuerbehörden Fälle von Steuerhinterziehung unter anderem in isländischen Tourismusbetrieben, berichtet RÚV. Die Fälle sind oft schwierig zu untersuchen, da oft Geld ins Ausland fliesst und Teile des Betriebs ausserhalb des Landes laufen.

Guðrún Jenný Jónsdóttir ist Leiterin der isländischen Steuerfahndung. Sie bezeichnet solche Fälle als Herausforderung, vor allem, wenn so ein Betrieb auch im Ausland operiere. Derzeit werden Einnahmen durch AirBnB-Vermietung und andere Arten von Übernachtungsservice untersucht. “Wir untersuchen das Gebiet als Ganzes,” erklärt Guðrun Jenný. “Wir haben beispielsweise Unternehmen geprüft, die im Bereich (Bus)Transport und Ausflüge und ähnliches unterwegs sind.”

Bislang hat es in Island keine breitangelegte Untersuchungen von Steuerhinterziehung im Tourismus gegeben. Die Branche ist jedoch anfällig dafür, weil viele Geschäfte in bar ablaufen.

“Es ist auch einfach, Geld aus der Versteuerung herauszuhalten, wenn man nämlich ein Geschäft betreibt, welches zum Teil im Ausland agiert, wie etwa eine Reiseagentur,” erklärt Guðrún Jenný.

Eine der wenigen, die Steuerhinterziehung in der eigenen Branche öffentlich anklagen, ist Unternehmerin Bergljót Rist, die einen Pferdeverleih in Reykjavík betreibt. Sie bezeichnet in einem Interview mit RÚV die Beschäftigung von ausländischen Pferdemädchen gegen Taschengeld als Wettbewerbsschwindel, weil nicht nur Löhne sondern auch Steuern hinterzogen werden, und verlangt mehr Kontrolle in der Branche.

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