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Bergwanderer am Vatnajökull gerettet

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Bergwanderer am Vatnajökull gerettet

Map of Vatnajökull

Photo: Páll Stefánsson.

Rettungsmannschaften aus dem Süd- und Ostland mussten gestern abend gegen 19 Uhr ausrücken, nachdem ein Notruf vom Vatnajökull eingegangen war, wo zwei rumänische Bergwanderer in eine Schneelawine geraten waren, berichtet RÚV.

Der Leiter der Rettungseinheit im Hornafjörður sagte, die Bedingungen für die Rettungsaktion seien sehr schwer gewesen.

Etwa 150 freiwillige Retter hatten an der Aktion teilgenommen. Der Notruf war gegen 19 Uhr eingegangen und konnte am Svíahnúk östlich der Grímsvötn geortet werden.

“Das ging unheimlich gut. Wir konnten nur langsam zu dem Ort gelangen, weil Wetter und Sicht so schlecht waren. Es gab Sturm und Niederschlag und man konnte den Gletscher bis in die Nacht hinein nicht sehen. Daher mussten sie [die Retter] das schlechteste Wetter in der Berghütte am Grímsfjall abwarten, bis etwa drei Uhr letzte Nacht. Danach hat sich das Wetter zum Guten gewendet.”

Etwa eine Stunde später waren die beiden Wanderer am Grímsfjall gefunden, sie hatten sich dort in eine Schneewehe eingegraben.

“Die waren ziemlich munter, aber kalt und durchnässt. Sie wurden in die Berghütte am Grímsfjall gebracht, wo sie sich umziehen konnten, und dann wurden sie zu einem Auto gebracht.”

Von Seiten der Rettungsorganisation heisst es, dass die beiden Bergwanderer gut ausgerüstet gewesen seien, sie hatten ihre Reiseroute bei Safe Travel registriert und einen Notsender von Landsbjörg dabeigehabt, welcher für den Erfolg der Suche entscheidend gewesen sei, weil in dem Gebiet keine Telefonverbindung besteht.

Das Fahrzeug mit den beiden Geretteten wird nicht vor dem Mittag in bewohntem Gebiet erwartet.

update

Wie Friðrik Jónas Friðriksson, der Leiter des Rettungsteams von Hornafjörður, RÚV gegenüber angab, waren die beiden Wanderer wohl doch nicht so munter wie zunächst berichtet. Sie waren gegen 16 Uhr gestern in einer von ihnen selbst losgetretenen Schneelawine gelandet und hatten fast ihre gesamte Ausrüstung verloren. Es gelang ihnen, sich aus den Schneemassen zu befreien, danach gruben sie sich in eine Schneehöhle um nicht zu erfrieren. Den Notsender befestigten sie an einem verbliebenen Skistock, den sie oberhalb ihres Zufluchtsortes in den Schnee steckten.

Der eine Wanderer war halb bewusstlos, als man die beiden fand, er musste liegend auf dem Motorschlitten zur Berghütte transportiert werden. Der andere Wanderer war sehr erschöpft, beide stehen unter Schock. Friðrik bestätigt, dass die beiden gut ausgerüstet gewesen waren, einer von ihnen sei diese Strecke bereits vor einigen Jahren gegangen. Hätten sie jedoch nicht ihre Reiseroute registriert und den Notsender zur Verfügung gehabt, hätte man nichts von ihnen gewusst und ihnen nicht helfen können. Beide hätten grosses Glück gehabt.

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