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Krankenhauskrise durch Streik der Hebammen

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Krankenhauskrise durch Streik der Hebammen

Midwives Protest Reykjavík

Photo: Golli.

Seit gestern morgen arbeiten die Hebammen im Universitätskrankenhaus Landspítali wie angekündigt im Dienst nach Vorschrift und leisten keinerlei Überstunden mehr. Diese Entscheidung hat die Geburtsklinik in Islands grösstem Krankenhaus vor grosse Probleme gestellt, zumal der Juli traditionell der geburtenstärkste Monat ist.

Krankenhausdirektor Páll Mathíasson sagte, die Mitarbeiterzahl in der Geburtsklinik befinde sich unterhalb der Sicherheitsgrenze. Der Streik ist das Ergebnis einer heftigen Tarifauseinandersetzung zwischen der isländischen Hebammenvereinigung und der Regierung, in der Folge des Gehaltsstreits hatten mehr als 20 Hebammen ihre Kündigung. Die Hebammen arbeiten seit 10 Monaten ohne gültigen Tarifvertrag.

“Das war eine schwierige Nacht, sowohl im Kreisssaal als auch auf der Wochenstation, wo die Kündigungen die grössten Auswirkungen haben,” sagte Páll in einem Radiointerview gestern morgen. “Es war eine sehr schwierige Nacht, viel Stress und nur wenige Hebammen im Dienst, etwa halb soviele wie unter normalen Umständen arbeiten sollten. Hinzugekommen ist nun der Überstundenstreik, der Auswirkungen auf die Geburtsbegleitung hat.”

Die Beschäftigten des Krankenhauses bemerkten wachsende Besorgnis und Stress bei werdenden Eltern, sagte Eva Jónasdóttir, die Chefärztin der Gynäkologie. “Das ist völlig klar, dass das nicht so weitergehen kann, so wie die Lage derzeit ist. Wir setzen hier die gleichen Mitarbeiter eine Schicht nach der anderen ein, und die Leute sind müde.” sagte Eva RÚV gegenüber.

Heute Mittag findet nun ein neues Schlichtungstreffen der Verhandlungspartner statt. Ursprünglich war es für nach dem Wochenende angesetzt, doch nachdem die Leitung der Gesundheitsbehörden und des Landspítali ernsthafte Bedenken zum Zustand im Gesundheitswesen geäussert hatten, war das Treffen vom Verhandlungsbevollmächtigten der Regierung auf heute vorverlegt worden.

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