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Zehn Fälle von Offroadfahren seit Juni

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Zehn Fälle von Offroadfahren seit Juni

Photo: Screenshot frm RÚV

Seit Anfang Juni sind der isländischen Umweltbehörde 10 Fälle von Fahren ausserhalb befestigter Wege gemeldet worden, berichtet RÚV. Ólafur A. Jónsson, Bereichsleiter der Behörde, ist der Ansicht, dass man die Touristen noch besser aufklären muss, um diese Vorfälle zu reduzieren.

Die zehn Vorfälle, die Polizei und Behörden gemeldet wurden, haben sich alle in Südisland und im südlichen Hochland ereignet. In allen Fällen waren die hinterlassenen Spuren so gravierend gewesen, dass eine Benachrichtigung der Polizei angebracht erschien. Zwei Vorfälle sind in Dyrhólaey beobachtet worden, ganze sieben auf der Fjallabaksroute und ein Fall trug sich in den letzten Tagen in den Kerlingarfjöll zu.

Ólafur zufolge haben seine Mitarbeiter wegen derartiger Delikte beinahe täglich Kontakt mit der Polizei. “Das ist etwas, was wir leider immer noch sehen, meistens ausländische Touristen, zumindest alle, die wir erwischt haben oder mit denen wir gesprochen haben, und wir arbeiten immer noch daran, die Leute aufzuklären, das zu unterlassen.”

Die Gesamtzahl der Offroadfälle wird am Ende des Jahres zusammengerechnet. Im letzten Jahr hatten die Vorfälle zugenommen. Zur gleichen Zeit war die Arbeit von Parkrangern und die Zusammenarbeit mit den regionalen Rettungsteams verstärkt worden, ausserdem war Informationsmaterial an die Touristen verteilt worden. Überdies arbeitet man derzeit an einer neuen Karte, in der alle befahrbaren Wege verzeichnet sind.

“In den meisten Fällen sollte man denken, dass sie unbeabsichtigt geschahen,” meint Ólafur. “Dass die Leute nichts kaputtmachen wollten, dasss sie dachten, es sei erlaubt [ausserhalb des Weges zu fahren] oder sowas.”

Ob nun mit Absicht oder nicht, Ólafur findet dennoch, dass Strafen wichtig sind, wenn der Landschaft schwere Schäden zugefügt wurden.

Vor wenigen Tagen waren französische Touristen zu einer Geldstrafe von insgesamt 400.000 ISK verurteilt worden, nachdem sie mit ihren Geländefahrzeugen in den Kerlingarfjöll abseits eines befestigten Weges gefahren waren. Die Touristen hatten sich in der Nähe des Loðmundur im Schlamm festgefahren und hatten um Hilfe bitten müssen. Die Region war wegen anhaltender Nässe gesperrt gewesen.

“Ich denke, dass jeder, der in ein geschütztes Gebiet fährt, eine Strafe zahlen sollte. Wenn es um derartige Summen geht, glaube ich, dass das wirklich wichtig ist.”

Im Nachrichtenlink gibt es einen Film mit Aufnahmen von Offroadfahrern zu sehen, zum Teil haben die Fahrer sich selbst gefilmt.

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