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Polizist schlägt Hochlandführerschein vor

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Polizist schlägt Hochlandführerschein vor

Photo: Dagmar Trodler

Der Polizist und Reiseleiter Páll Jónsson schlägt einen speziellen Hochlandführerschein vor, um die Fälle von Fahren ausserhalb befestigter Wege zu begrenzen, berichtet RÚV. Seiner Ansicht nach tun die Behörden zuwenig, um das Offoradfahren im isländischen Hochland einzudämmen. Die Fahrspuren sind nicht nur ein hässlicher Anblick, sie zerstören auch die Umwelt, weil sie für noch mehr Erosion im ohnehin kargen und windreichen Land sorgen.

Páll findet, man müsse das gesamte Hochland in einen Nationalpark umwandeln. Alle, die dort fahren wollen, müssen einen speziellen Führerschein machen. Dazu gehöre, ein Ausbildungsvideo anzuschauen und eine Gebühren von 5000 Kronen zu entrichten.

Auch in diesem Sommer hatte es wieder viele Berichte von Offroadfahren gegeben, alleine im Monat Juni waren 10 Fälle gemeldet worden. Viele Vorfälle werden jedoch gar nicht erst gemeldet. Die Strafen für Offroadfahren gehören zu den höchsten im Bussgeldkatalog.

“Mir persönlich tut es in den Augen weh, nach Landmannalaugar zu fahren, so wie es da derzeit aussieht – in dieser wunderbaren Landschaft tut es weh zu sehen, wie sich die Dinge dort entwickelt haben. Und wenn du mal nach Skeiðarársandur fährst, dort ist überall kreuz und quer gefahren. Ich kann mich nicht erinnern, dass der Zustand jemals schlimmer war entlang der Strasse,” berichtet Páll.

Die Isländer seien irgendwie vollkommen ratlos in Bezug auf das Thema. “Wir kleben Schilder in die Mietwagen, und manchmal haben wir auch Mitarbeiter, die den Mietern sagen, dass sie nicht ausserhalb befestigter Wege fahren sollen. Das ist Unsinn und es funktioniert ganz klar nicht.”

Seine Pläne sehen vor, dass angehende Hochlandfahrer einen 15-minütigen Ausbildungsfilm anschauen müssen, wenn sie ein Auto mieten wollen und damit ins Hochland fahren wollen.

In diesem Video sollen ein Nationalparkranger und ein Polizist die Verkehrsregeln und Verhaltensmassregeln im Hochland für die Touristen verständlich erklären. Wenn der Tourist das Video angeschaut hat, zahlt er einmalig die Gebühr, welche in ein Überwachungssystem und Rettungsnetz für das Hochland einfliessen würde, Toiletten finanzieren, sowie ein Gehalt für Nationalparkranger zahlen würde.

“Das derzeitige System reicht nicht aus. Es wurde ausprobiert, und es funktioniert einfach nicht,” findet Páll Jónsson.

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