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200 Mann suchten Wanderer auf Fjallabak

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200 Mann suchten Wanderer auf Fjallabak

Rescue

Photo: ICE-SAR.

Gestern Abend haben sich rund 200 Mitglieder der freiwilligen Rettungsorganisation Landsbjörg aus der Hauptstadtregion, Suðurnes und dem Westland aufgemacht, den Absender eines Notrufs auf der Fjallabakroute in Südisland zu suchen.

Das Wetteramt hatte Sturm und heftigen Regen für den Süden des Landes und das zentrale Hochland vorhergesagt und vor Wanderungen in der Region gewarnt. Nach Angaben von Landsbjörg hatte es dort den ganzen Tag über heftig geregnet, geschneit und gestürmt, und die Flusspegel waren beträchtlich gestiegen. In den Bergen des südlichen Hochlands liegt bereits Schnee.

Der ausländische Wanderer wurde gegen zwei Uhr in der Nacht gefunden, er hielt sich durchnässt und ausgekühlt in seinem Zelt in der Schlucht Jökulgil auf, die von Landmannalaugar aus in Richtung Torfajökull reicht.

Jón Hermannsson, der Leiter der Suchaktion, sagte RÚV gegenüber, man sei wegen des sehr schlechten Wetters besorgt gewesen. Wenn der Wanderer nicht im Zelt gesessen hätte, wäre er noch weiter ausgekühlt.

“Da liegt Schnee in den Bergen. Da bleibt nichts anderes übrig als alle Kräfte zu versammeln, um den Mann so schnell wie möglich zu finden,” sagte Jón.

Der Wanderer konnte selbstständig zum Fahrzeug seiner Retter laufen, die ihm das Gepäck hinterhertrugen.

“Er war alleine unterwegs und hatte die Wetterwarnungen nicht mitbekommen. Er hatte vielleicht kein Empfangsgerät oder konnte die Sprache nicht,” vermutet Jón.

Die Retter wusste zu Beginn ihrer Suche auch nicht, nach wievielen Personen sie suchten, als der Notruf empfangen wurde. Es gibt drei vergleichbare Sender im Land, erst nachdem man Kontakt zu den anderen Sendern aufnehmen konnte, wurde klarer, nach wem man zu suchen hatte.

“Wir sind technisch in der Lage, den Sender zu orten. Es war aber so schlechtes Wetter, dass es eine ganze Weile gedauert hat, bis wir den Mann in der Umgebung gefunden hatten. Er war in einem grünen Zelt, das vielleicht nicht das leichteste in der Landschaft zu finden ist. Das schmiegt sich so in die Umgebung,” beschreibt Jón Hermannsson die Schwierigkeiten der Retter.

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