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Katla stösst hohe Mengen an Kohlendioxid aus

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Katla stösst hohe Mengen an Kohlendioxid aus

Photo: Páll Stefánsson

Der Vulkan Katla muss nach Ansicht einer Vulkanforscherin besonders gut überwacht werden. Neuste Forschungsergebnisse zeigen nämlich auf, dass sich unter dem Vulkan Magma ansammelt, und dass der Berg grosse Mengen an Kohlendioxid freisetzt.

Eine Gruppe von isländischen und britischen Wissenschaftlern hat die Gasemmissionen an der Katla mit einem Spezialflugzeug untersucht, berichtet RÚV.

Die Katla gehört zu Islands grössten Vulkanen. Sie ist in der Vergangenheit relativ regelmässig alle 40 bis 80 Jahre ausgebrochen. Der letzte Ausbruch hat im Jahre 1918 stattgefunden.

Evgenia Ilyinskaya, eine Vulkanologin von der Universität Leeds ist eine der Wissenschaftlerinnen, die die ausströmenden Gase mituntersucht hat.

“Was da herausgekommen ist, hat uns alle sehr überrascht. Wir haben eine riesige Menge an Kohlendioxid gefunden, die aus der Katla entweicht. Und es gab eigentlich keinen Zweifel, dass das aus der Katla kam, und nicht etwa aus einem anderen Vulkan oder etwas in der Nähe. Wir sehen eine Kohlendioxidmenge von 20 Kilotonnen pro Tag, was sehr viel ist, und was die Katla weltweit an dritte Stelle aller Vulkane setzt, wo die Kohelndioxidemmission gemessen worden ist,” erklärt Evgenía.

Sie hält es für unwahrscheinlich, dass diese Kohlendioxidmenge aus einem Geothermiegebiet stammt. Viel eher sei es Magma, welches diese Gasmenge produziert.

“Wir haben allerdings zwei Jahre in Folge gemessen. Im Okober 2016 und im Oktober 2017, und wir brauchen mehr Messungen. Wir müssen wissen, ob das Gas einfach immer in derartiger Menge entweicht, oder ob sie ansteigt. Von anderen Vulkanen wie etwa auf Hawaii oder in Alaska weiss man, dass die Gasmenge Wochen oder Jahre vor einem Ausbruch ansteigt. Das ist ein klares Beispiel dafür, dass man die Katla sehr gut überwachen muss. Die hat die Hände nicht im Schoss liegen und die Ergebnisse zeigen, dass da irgendwas im Gange ist.”

Noch viel weniger wisse man, wann der Vulkan ausbreche. Evgenía bestätigt dass eine ebenfalls hohe Menge an Methangas gemessen worden sei. Überdies habe man bei einem Überflug von Emstrur und Múlakvísl Schwefelgeruch in der Nähe des Gletschers wahrgenommen. In Flussnähe und in Eishöhlen kann das Gas gefährlich werden.

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