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In den Winter gehen mit Gruselkino im Schafstall

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In den Winter gehen mit Gruselkino im Schafstall

Photo: Screenshot from Landinn / RÚV

Der Hof Teigarhorn im ostisländischen Berufjörður ist eher bekannt durch seine seltenen Zeolitkristalle und seine Ländereien seit dem Jahr 2013 sogar Naturschutzgebiet. Doch dieser Tage machte Teigarhorn durch ein ganz anderes Spektakel auf sich aufmerksam. Wie RÚV berichtete, fand im Rahmen des Festivals “Dunkle Tage” ein Horrorfilmabend im Schafstall des Hofes statt.

Erdacht worden war die Idee von den Bewohnern auf Teigarhorn, Rúnar Matthíasson und seiner Frau Gréta Mjöll Samúelsdóttir, die als Wirtschafts- und Kulturdezernentin im Bezirk Djúpavogshreppur tätig ist. “Ich fand, das war eine super Idee,” sagte Gréta, “eine Art düsteren Film anzuschauen, und das in einem Schafstall, im Dunkeln, das ist doch wirklich was – wenn die Leute sich trauen zu kommen,”

Rúnar und seine Kinohelfer stellten Stühle auf und verwandelten den Stall in eine wahre Geisterbahn, mit Leichen im Heu, Totenköpfen, Skeletten, Spinnennetzen – und dem Bürgermeister höchstpersönlich, der sich um das Popcorn kümmerte. Der Abend war ein voller Erfolg, die Kinogäste zeigten sich begeistert, und so mancher gestand, den auf Ýrsa Sigurðardóttirs gleichnamigen Buch basierenden Film "Ég man þig" niemals zuhause angeschaut zu haben.

Das Festival der “Dunklen Tage” gibt es seit dem Jahr 2000. Gréta Mjöll bzeichnete es als “ostisländisches Phänomen”, welches dazu diene “die Dunkelheit zu feiern". Und natürlich schenkt es den Einheimischen Spass in der langen, sonnenlosen Zeit zwischen dem Ende des Sommers und dem Beginn der Weihnachtszeit.

Der Veranstaltungskalender bezieht das ganze Ostland mit ein, überall gibt es Veranstaltungen für alle Altersstufen, wie Gruselvorlesestunden für Kinder, oder einen nächtlichen Geistergang durch die Strassen von Djúpivogur. Schulen und Kindergärten bereiteten sich auf das Festival mit Bastelstunden vor.

Das Festival werde von den Einheimischen geliebt, sagt Gréta Mjöll. Man sei ansonsten doch schnell niedergeschlagen während der dunklen Wintertage. “Es tut einer Stadt wie der unseren gut, etwas Zerstreuung zu haben.”

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