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Abenteuerliche Fährfahrt

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Abenteuerliche Fährfahrt

Es wäre unangenehm die Islandfähre Norröna zu verpassen, denn sie verkehrt nur einmal pro Woche von Hirtshals nach Seyðisfjörður.

Mir kann so etwas nicht passieren, gehöre ich doch zu den Menschen, die lieber zwei Stunden zu früh als eine Minute zu spät kommen. Auch diesmal traf ich zeitig im nordjütländischen Hafen Hirtshals ein.

Und doch nahm die dreitägige Seereise einen unvorhergesehenen Verlauf.

Text & Diashow: Bernhild Vögel

faerfahrt_bvKlicken Sie auf das Bild, um die Dia/Videoshow zu sehen.

In der Kabine treffe ich Lisa, die das erste Mal Island bereisen will. Wir unternehmen zusammen einen Rundgang an Deck und beobachten die Verladung von Containern und Autos. Es ist Ende April und nur wenige wagen schon die Überfahrt nach Island. Leider ist der Hubschrauberlandeplatz am Heck, der einen noch besseren Aussichtsplatz bieten würde, abgesperrt.

Die meisten Fahrgäste zu dieser Jahreszeit sind Färinger (so lautet die korrekte Bezeichnung der Bewohner der Färöer Inseln). Sie nutzen die Zeit an Bord für ausgiebige Geselligkeit, es wird gesungen, getanzt und viel Bier getrunken. Wir verbringen mit einigen von ihnen einen vergnüglichen Abend an Deck.

Auch wenn die Norröna ein modernes Schiff ist und nicht der legendäre Ormurin langi des norwegischen Königs Olav Tryggvason, von dem eine färöische Ballade erzählt, fühle ich mich jedes Mal wie ein Entdecker aus Wikingerzeit und fantasiere mir das Radar zum Drachenkopf um.

Am frühen Morgen des zweiten Tages erreicht die Norröna ihren Heimathafen Tórshavn auf den Färöer Inseln. Während sie in der Hauptsaison nur kurz verweilt, da sie die Strecke Hirtshals – Seyðisfjörður in zwei Tagen schaffen muss, macht sie in der Vorsaison dort eine ausgiebige Rast von acht bis neun Stunden.

Selbstverständlich nutzen wir den Landgang und unternehmen einen ausgedehnten Streifzug durch das bunte Städtchen, der auf der malerischen Halbinsel Tinganes beginnt.

Die Bewohner von Tórshavn haben es nicht gern, wenn man über ihre Hauswiesen geht; durchs Hafengelände aber kann man ungehindert schlendern. Besonders interessant ist es auf dem Gelände der Reparaturwerft.

Da werden gerade Vorbereitungen getroffen, einen Trawler, der offenkundig einen Neuanstrich nötig hat, trockenzulegen. Aber es ist noch früh am Tage und nicht alle Dockarbeiter sind schon voll einsatzfähig.

Wir laufen die Hänge hoch, dort wo die kleinen Bäche plätschern, Gänse herumspazieren und Schafe sich in Positur stellen – denn anders als ihre isländischen Kolleginnen lieben sie es, fotografiert zu werden.

Um 12 Uhr sind wir zurück im Hafen, verweilen am inzwischen geschlossenen Tor der Werft, wo der Trawler inzwischen aufgedockt ist, bummeln noch ein wenig durch die Unterstadt und schlendern dann Richtung Fähranleger.

Um 14 Uhr wird die Norröna wieder ablegen; eine Stunde zuvor soll man zurück an Bord sein.

Es ist 12:40 Uhr. Doch wo ist unsere Fähre?

Sehen Sie selbst ...

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Hier finden Sie einen weiteren Bericht über die Färöer Inseln.

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