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12.03.2012 | 13:00

Frankreich und Island erforschen die Arktis

Islands Außenminister Össur traf sich vergangene Woche mit seinem französischen Kollegen Alain Juppé. Die dabei vereinbarte Zusammenarbeit bei der arktischen Forschung wurde bei einem Treffen mit Michel Rocard, dem früheren sozialistischen französischen Premierminister, der Frankreichs Botschafter und Chefunterhändler für die antarktischen und arktischen Polargebiete ist, näher erörtert.

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Grönland. Foto: Páll Stefánsson.

Frankreich lädt isländische Wissenschaftler ein, ihre Forschungseinrichtungen auf Spitzbergen und in der Antarktis zu nutzen. Beide Länder streben eine verstärkte Partnerschaft zwischen der Universität von Akureyri und der Marie Curie Universität in Paris an.

Auch sind isländische Wissenschaftler eingeladen, an Projekten über ökonomische und soziologische Auswirkungen des Klimawandels in der Polarregion teilzunehmen. Die beiden Länder wollen eine OECD-Konferenz zu Problemen der Arktis ausrichten, bei der auch Arbeiten des isländischen Fotografen Ragnar Axelsson (bekannt als RAX) ausgestellt werden sollen.

Außenminister Össur diskutierte mit seinem Amtskollegen die Erneuerung der isländischen Wirtschaft nach dem Bankenzusammenbruch vom Oktober 2008. Er dankte Frankreich für die Unterstützung beim Rettungsprogramm des Internationalen Währungsfonds. Er ging auf Islands Plan, den Icesave-Konflikt zu lösen, ein und stellte dar, wie die Wiederherstellung von Vermögenswerten des alten Landsbanki-Besitzes ausreiche, um alle Kläger auszuzahlen, berichtete mbl.is.

Die zwei Minister erörterten Islands Optionen in Bezug auf ausländische Währungen. Minister Juppé betonte, der Euro sei unter den gegebenen Umständen für Island die beste Option, besonders nach den kürzlich unternommenen Maßnahmen in der Euro-Zone.

Össur informierte über den gegenwärtigen Stand der Beitrittsverhandlungen zur EU und betonte, die Fischerei sei das Herzstück von Island und seiner Wirtschaft. Juppé drückte seine Hoffnung aus, dass die Verhandlungen erfolgreich verlaufen und die schwierigeren Themen bald zur Sprache kommen. Er sei überzeugt, es könne eine akzeptable Lösung gefunden werden.

Die beiden Außenminister sprachen auch über das iranische Atomprogramm und die Lage in Syrien.

bv







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