Drei isländische Seeleute vermutlich in Norwegen ertrunken

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Drei isländische Seeleute vermutlich in Norwegen ertrunken

Drei Crewmitglieder des Trawlers Hallgrímur SI-77 sind vermutlich ertrunken, nachdem das Schiff 150 Seemeilen nordwestlich vom norwegischen Ålesund vorgestern gesunken ist. Es war bei einen heftigen Sturm mit 15 Meter hohen Wellen und einer Windstärke von 70 Knoten in Seenot geraten.

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Die isländische Küstenwache auf Training. Themenfoto: Páll Stefánsson.

Ein viertes Crewmitglied, der 34 Jahre alt ist, war von einem Hubschrauber der norwegischen Luftwaffe gerettet worden, berichtet das Morgunblaðið.

Alle vier Männer sind Isländer. Nach Angaben von Jan Lillebø, dem Chef des Seenotrettungszentrums in Südnorwegen, sind die drei Männer die vermisst sind alle um die 60 Jahre alt.

Der Trawler war vom nordisländischen Siglufjörður am Samstagmorgen aufgebrochen, er war als  ausgemustert nach Norwegen verkauft worden.

Ein automatischer Notruf war gegen 13.14 Uhr vorgestern Nachmittag an das Seenotrettungszentrum übermittelt worden, worauf zwei Hubschrauber losgeschickt wurden und die Unglücksstelle gegen 16.30 Uhr erreichten.

Eine halbe Stunde später konnte eins der Crewmitglieder lebend im Meer gefunden werden. Er trug einen Tauchanzug und befindet sich gemessen an den Umständen in einem guten gesundheitlichen Zustand.

So rasch wie das Schiff vom Überwachungssystem verschwunden war, muss es schnell gesunken sein, und der Überlebende muss mehr als drei Stunden im Meer zugebracht haben.

Die Seenotretter fanden ein leeres Rettungsboot und Schiffstrümmer, die bewiesen, dass es gesunken war.

Die Hubschrauber konnten 30-45 Minuten suchen, bevor sie umkehren mussten. Ein Orion-Suchflugzeug und ein Schiff befanden sich ebenfalls in der Nähe und beteiligten sich an der Suche.

Sie wurde gegen 21 Uhr vorgestern abend abgebrochen, weil sich das Wetter dramatisch verschlechterte.

DT