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Isländische Wähler wollen neue Parteien

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Isländische Wähler wollen neue Parteien

Die Isländer neigen dazu, bei den für 2013 terminierten Parlamentswahlen neue Parteien zu unterstützen. Nach einer Umfrage, die vom Fréttablaðið und Stöð 2 durchgeführt wurde, wollen mehr als 30 Prozent der Befragten neuen politischen Parteien ihre Stimme geben.

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Alþingi, das isländische Parlament. Foto: Páll Stefánsson.

Die Umfrage zeigt, dass Samstaða („Solidarität"), die neueste Partei unter Vorsitz der ehemaligen links-grünen Parlamentarierin Lilja Mósesdóttir, 21,3 Prozent der Wählerstimmen und 14 Sitze im Parlament erhalten würde, wenn jetzt gewählt würde, berichtete visir.is. Damit wäre sie die zweitgrößte Partei des Landes.

Diese gerade neu gegründete Partei will sich weder rechts noch links sondern in der Mitte der politischen Landschaft platzieren und hat sich Demokratie und Wohlfahrt auf ihre Fahnen geschrieben. Der Meteorologe Sigurður Þ. Ragnarsson, der zusammen mit Lilja den Vorsitz übernimmt, nannte als vordringlichste Aufgabe, die Schuldensituation der Hausbesitzer zu ändern.

Umfragesieger ist die Unabhängigkeitspartei. 35 Prozent der Befragten würden gegenwärtig die konservative Oppositionspartei wählen, die damit die Zahl ihrer Abgeordnetensitze von 16 auf 24 erhöhen könnte.

Eine weitere Oppositionspartei, die Fortschrittspartei, wäre mit 12,5 Prozent drittstärkste Partei. Jedoch würde die Zahl ihrer Sitze von neun auf acht sinken.

Die Unterstützung für die sozialdemokratischen Allianz, die Gewinnerin der Wahlen von 2009, beträgt nach dieser Umfrage nur noch 12,3 Prozent. Damit würde die Zahl ihrer Sitze von 20 auf acht abnehmen.

Acht Prozent würden für die Links-Grünen, die zweite Koalitionspartei, stimmen – ein Rückgang ihrer Sitzzahl von 12 auf fünf wäre die Folge.

Eine weitere neue Partei, Björt framtíð („Helle Zukunft"), deren Vorsitzender der ehemalige Abgeordnete der Fortschrittspartei Guðmundur Steingrímsson ist, folgt mit 6,1 Prozent der Stimmen und vier Parlamentssitzen.

Zwei weitere neue Parteien und die dritte Oppositionspartei, Die Bewegung, die gegenwärtig drei Sitze hat, würden gegenwärtig unter zwei Prozent fallen und keine Sitze erhalten.

Die Partei Die Bewegung ist gegenwärtig dabei, eine neue politische Partei zu gründen zusammen mit der Bürgerlichen Bewegung, der liberalen Partei und verschiedenen Bürgerinitiativen.

Die Umfrage wurde vergangene Woche am Mittwoch und Donnerstag unter 800 Wählern durchgeführt, aber nur 52,9 der Befragten antworteten.

Wegen der niedrigen Beteiligung ist die Umfrage nicht allzu aussagekräftig.

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