Schwul-lesbisches Winterfest

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Schwul-lesbisches Winterfest

 Kommendes Wochenende findet Rainbow Reykjavík, das schwul-lesbische Winterfest, in der isländischen Hauptstadt statt.

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 Schwul-lesbisches Festival in Reykjavík.

Eine große Gruppe ausländischer Gäste wird am Festival teilnehmen, das morgen beginnt und bis Sonntag, den 19. Februar dauert.

„Februar ist ein sehr lahmer Monat im isländischen Tourismus und wir versuchen immer etwas zu finden, um Gäste anzuziehen“, sagte die Organisatorin des Festivals Eva Maria Þórarinsdóttir Lange, die zusammen mit ihrer Freundin Birna Hrönn Björnsdóttir die Reiseagentur Pink Iceland betreibt, zu mbl.is.

„Wir arbeiten mit der Stadt Reykjavík, Icelandair und weiteren Gesellschaften bei der Vorbereitung des Festivals zusammen, das eine Vielzahl von Veranstaltungen beinhaltet, die die schwul-lesbische Kunst und Kultur und die isländische Natur feiern, was natürlich die Hauptsache ist."

Neunzehn schwul-lesbische Fernseh- und Radiostationen, Blogs und Zeitungen werden Vertreter zum Festival entsenden.

Island ist das erste Land das Welt, das mit Jóhanna Sigurðardóttir eine offen lesbisch lebende Ministerpräsidentin hat. Aber dennoch ist die isländische Gesellschaft nicht völlig frei von Vorurteilen gegenüber Schwulen und Lesben.

Die Stadt Akureyri hat vor einigen Tagen den Grundschullehrer Snorri Óskarsson für sechs Monate vom Dienst suspendiert, weil er in seinem Blog geschrieben hatte, Homosexuelle seien schuldig und sündig wie Bankräuber.

Der Pädagoge, der Mitglied der Pfingstkirche ist, die in Island weniger als 1.000 Mitglieder zählt, ist wegen schwulenfeindlicher Propaganda bereits 2010 vom Stadtrat in Akureyri verwarnt worden.

Gegenüber visir.is erklärte Snorri: „Ich werde diesen bezahlten Urlaub nutzen, um zu bloggen und das wahre Wort Gottes zu den Massen zu bringen.“ Dies sei sein verfassungsmäßiges Recht.

bv