Kein Schrott-Status mehr

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Kein Schrott-Status mehr

Fitch Ratings, eine der drei großen internationalen Ratingagenturen, hat die Kreditwürdigkeit Islands Ende letzter Woche auf BBB- heraufgestuft. Damit sind isländische Schuldverschreibungen kein „Schrott" mehr.

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Die Zentralbank von Island. Foto: Páll Stefánsson/Iceland Review.

Fitch war die einzige Ratingagentur, die Islands Schuldverschreibungen als „Schrott" bewertet hatte. Die beiden anderen großen Agenturen Moody`s und S&P hatten eine entsprechende Abwertung angekündigt, als die Isländer im April 2011 das Icesave Gesetz in einem Referendum zum zweiten Mal ablehnten, die Drohung dann aber nicht wahrgemacht.

Die Bonität Islands ist immer noch geringer als die der meisten anderen Länder im Europäischen Wirtschaftsraum. Nur die staatlichen Schuldverschreibungen von Griechenland werden geringer bewertet.

Már Guðmundsson, der Präsident der isländischen Zentralbank, hat die Höherstufung begrüßt. In einem Interview mit RÚV sagte er, er erwarte nicht, dass die Bewertung in naher Zukunft noch weiter ansteige.

Fitch hat die langfristigen Schuldverschreibungen Islands von BB+ auf BBB- heraufgestuft und auch die kurzfristigen höher bewertet.

Als Grund nannte die Agentur die kontinuierlichen Fortschritte des Landes seit der Finanzkrise 2008 und seine wachsende Stabilität. Man erwarte, dass das Wirtschaftswachstum Islands 2012/13 bei 2,0 bis 2,5 Prozent liegen werde.

Die Agenturen Moody's und S&P bewerten die Bonität Islands bereits mit Investment-Status.

Hier lesen Sie mehr zu den Rating-Agenturen.

bv